Demographische Entwicklung

Die Überalterung der Gesellschaft ist nicht auf die Existenz älterer Menschen, sondern auf das Fehlen jüngerer zurückzuführen.

Zunehmende Lebenserwartung der Menschen

Axel Börsch-Supan, Direktor des Mannheimer Forschungsinstitutes Ökonomie und demographischer Wandel, sagt dazu: "Wir leben vier Jahre länger als unsere Eltern, unsere Kinder vier Jahre länger als wir." Das ist eine enorme Herausforderung für unsere Sozialsysteme, unsere Infrastruktur und unsere Wirtschaft, da dies ein einmaliger Alterungsprozess ist, der mit einer sehr niedrigen Geburtenrate einhergeht.

Niedrige Geburtenrate

Zur Reproduktion einer Bevölkerung mit Sterblichkeitsverhältnissen wie in Deutschland und Europa ist es notwendig, daß jede Frau im Durchschnitt 2,1 Kinder zur Welt bringt. Mit durchschnittlich 1,36 geborenen Kindern pro Frau liegt Deutschland deutlich unter diesem Wert und befindet sich somit in einem globalen Trend, der als Demographisch-Ökonomisches Paradoxon bezeichnet wird. Eine Gesellschaft bekommt demnach weniger Kinder, je freier, gebildeter und wohlhabender sie ist. Eine weitere Rolle spielen noch Religiösität(religiöse Menschen bekommen durchschnittlich deutlich mehr Kinder), sowie Familienpolitik(starke Ausrichtung auf traditionelle Familienformen oder Wahlfreiheit bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf).

Außenwanderungen

Der Wanderungssaldo (Differenz zwischen Zu- und Fortzügen) war in den letzten 50 Jahren überwiegend positiv und betrug im Jahresdurchschnitt etwa 200000 Personen. Er bestimmt maßgeblich zukünftige Bevölkerungszahl und Altersstruktur einer Gesellschaft. Im Jahr 2003 ging das Statistische Bundesamt erstmals davon aus, daß die Zahl der Zuwanderungen langfristig sinken wird. Außerdem sind sich Experten weitgehend einig, daß die Alterung durch Zuwanderung nicht dauerhaft aufgehalten werden kann. Gründe dafür sind, daß die Zuwanderung aus Osteuropa und der Türkei zunehmend erlahmt bzw. qualifizierte Zuwanderungswillige in der notwendigen Anzahl gar nicht zur Verfügung stehen oder sich attraktivere Einwanderungsländer aussuchen.
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